| Am
3. Dezember 1876 gründeten 27 Schützen des Verdener
Schützenvereins
den "Schützen-Gesangverein Verden", den heutigen
Verdener
Männerchor von 1876. |
| Unter
der Chorleitung von Gustav Leonhard ju. wurde der Männergesangsverein
von 1876 - oder MGV v. 1876, wie er sich verkürzt nannte - zum
rührigsten der Verdener Chöre. In den Zeitungsberichten
zwischen 1901
bis 1913 erhielt der Chor ausführliche und gute Kritiken, vor
allem für seine alljährlichen Konzerte. |
| Der
1. Weltkrieg führte zu einer deutlichen Zäsur im Chorbetrieb.
Aber im Jahr 1926
konnte der Chor wieder 40 Mitglieder verzeichnen - darunter 8 Schlachtmeister,
die sich jeden Donnerstag beim "Sandwirt" Fritz Winkel im
Kleinbahnhof trafen. Aus dieser Zeit ist auch noch das traditionelle
Happenschneiden dem Chor erhalten worden - Wurstzipfel und Hackepeter. |
| Eine
Verordnung von 1933 legte fest, dass nur Chöre mit einer
Mitgliederzahl über 40 Sänger eigenständig bleiben
durften. Aus diesem Grund hatten sich die Verdener Liedertafel
von 1835, Fortschritt-Harmonie, Concordia und der
MGV zu der Arbeitsgemeinschaft der Verdener
Gesangvereine zusammengeschlossen. Nach vielen Austritten aus
Anlaß nationaler Veranstaltungen wurde der Chorbetrieb mangels
an Beteiligung
geschlossen. |
| Nach
dem 2. Weltkrieg traten 1946 die Sänger der Liedertafel
Niedersachsen
von 1922 geschlossen dem MGV bei. Durch die
Einberufung
der meisten Sänger zum Wehrdienst gab es zuwenig Sänger,
sodass die Liedertafel eine Zwangspause während der Kriegsjahr
eingelegt hatte. Die verbliebenen Sänger waren beim MGV zu Gast
und entschlossen sich deshalb später zu dem Übertritt. |
In
der Nachkriegszeit baute der Chor sein Repertoire und vor allem seine
Kontakte
zu anderen Chören nachhaltig aus. 1976 - das hundertjährige
Jubiläum beinhaltete mehrere Höhepunkte. Beim Jubiläumskonzert
wirkte die Musikvereinigung "Stedelijke Harmonie Harderwijk"
aus den Niederlanden mit - ein Blasorchester mit Drum-Band und
Tanz-Garde.
Der Höhepunkt dieses Jubliäumsjahres war die Reise nach
New York zu dem Heimatverein "Amt Verdener Club, New York"
mit der Teilnahme an der Steuben-Parade. |
| Seit
1982 hat der VMC sein eigenes Sängerheim - das "Bella
Vista". Das Gebäude von 1862 bestach von Anfang
an durch seine einmalige Lage. Es diente bis 1956 als Gaststätte
als beliebtes Ausflugsziel. Nach 1956 war aber das Schicksal von "Bella
Vista" ungewiss. Zwischen 1957 und 1967 Jugendheim des Stadtjugendrings,
wurde es dann zwischen 1959 und 1975 als Behelfsjugendherberge
des Deutschen Jugendherbergswerkes genutzt. Zuletzt hatte
dort zwischen 1976 und 1979 eine private Karateschule praktiziert.
Danach begann der Verfall, bis der Männerchor 1982 das
Gebäude von der Stadt Verden pachten konnte und in Eigenarbeit
vollständig restaurierte. Seitdem ist das
"Bella Vista" Treffpunkt verschiedener Verdener Chöre
geworden und das Zentrum des Verdener Männerchors. Hier
finden jeden Donnerstag die Proben des Chores statt, werden die Sitzungen
des Vorstandes durchgeführt, wird das umfangreiche Notenarchiv
vorgehalten und werden von der Wirtschafterin div. Festlichkeiten
ausgerichtet. Letztendlich fand 2001
ein
Empfang anläßlich des 125.jährigen Bestehens des VMC
mit vielen Ehrengästen aus Politik Wirtschaft und Musik, sowie
mit vielen Freunden statt. Höhepunkt des Jubiläumsjahres
war ein Konzert in der ausverkauften Stadthalle Verden mit Gunther
Emmerlich und der Eintrag aller Sänger in das "Goldene Buch"
der Stadt Verden. |
| Im
Jahre 2011 wurde ein Dokument im umfangreichen Archiv des VMC
gefunden, das aus dem Gründungsjahr 1876 datiert. Die handschriflich
in "Sütterlin" verfassten Statuten
des Schützen Gesangvereins, in Kraft getreten am 03. Mai 1901.
Eine der ersten Urkunden unseres Chores. |
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